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Die Bauchpinselmaschine In: WDR regional, September 2007 Jellibelly Bauchpinselmaschinenservice In: Kultu(k)r 12/07 Wenn der Pinsel pinseln will, dann will er pinseln André Hagel in:, Oktober 2007 Wonne für runde Festtagsbäuche In: Ibbenbürener Volkszeitung, 14. Dezember 2007 Heute schon gebauchpinselt worden? In: Ibbenbürener Volkszeitung, 08. September 2007 Bauchpinsel-Automat im Kunsthaus "tut uns allen gut" In: Westfälische Nachrichten, 10. September 2007 Eine Einladung In: Münstersche Zeitung, 04. September 2007 Bauchpinselei für das Wohlgefühl in der Kunst In: Westfälische Nachrichten, 04. September 2007 Heute schon gebauchpinselt? In: Ibbenbürener Volkszeitung, 05. September 2007 Einmal bauchpinseln, bitte! In: Münstersche Zeitung, 04. September 2007 Achtung, die Bauchpinseler sind unterwegs! In: Ibbenbürener Anzeiger, 15. August 2007 Künstler im Kreis unterwegs In: Münstersche Zeitung, 13. August 2007 Die Bauchpinselmaschine geht auf Reisen In: Münstersche Zeitung, 11. August 2007 Die Bauchpinseler kommen In: Münstersche Volkszeitung, 11. August 2007 Kitzlige Vorfreude In: Ibbenbürener Rundschau, 20. Februar 2007 Geheimnis der Bauchpinselmaschine In: Münstersche Zeitung, 16. Februar 2007 Von Bauchpinselmaschinen und anderen Projekten. In: Westfälische Nachrichten, 16. Februar 2007 Künstlerisches Kleeblatt weckt Neugier. 20. Februar 2007 Launisches Zeitdokument: Käthe Wenzel und Lisa Glauer kitzeln Spontanes hervor. 20. Februar 2007 Achim Giersberg: Vielversprechend: Neue Kunst für Gravenhorst. 20. Februar 2007 DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst: Begründung der Jury zur Auswahl des Projekts "Jellibelly-Bauchpinselmaschinenservice". ____________________________________________________________________________________________
Jessica Merten in: WDR regional, September 2007 Wer bauchpinselt, der schmeichelt jemand
anderem, oftmals, um etwas zu erreichen. Aber niemand redet offen über
diese zielorientierte Schmeichelkunst. Das muss sich ändern, findet
die Berliner Künstlerinnen Lisa Glauer und Käthe Wenzel. ____________________________________________________________________________________________
In: Kultu(k)r 12/07 In diesem witzigen, aber auch gesellschaftskritischen
Projekt geht es um eine Kulturtechnik, die als Wort zwar vom "Aussterben"
bedroht ist, aber in Zeiten von sogenannten prekären Arbeitsverhältnissen,
von erhöhtem Druck auf dem Arbeitsmarkt eine zunehmende Rolle spielt.
freiwillige Testpersonen unterschiedlicher Herkunft, sozialer Stellungen
und Funktionen unterzogen sich im Sommer einer ironisch-witzigen Behandlung
mit der Bauchpinselmaschine und ließen sich Stimmungs- und Meinungsbilder
"herauskitzeln". Die ausgestellte Videoinstallation zeigt eine Sammlung
als launisches Zeitdokument über den alltag inder Provinz. ____________________________________________________________________________________________ André Hagel in:
mittendrin,
Oktober 2007 Wir alle bauchpinseln. Der Begriff des Bauchpinselns
selbst allerdings ist aus der Mode gekommen Zwei Künstlerinnen wollen
Abhilfe schaffen: Sie haben eine Bauchpinselmaschine entwickelt und in
der Region zum Einsatz gebracht."mittendrin" hat mitgepinselt. ____________________________________________________________________________________________ Elvira Meisel-Kämper
in:
Ibbenbürener Volkszeitung, 14. Dezember 2007 Endlich ist der "JelliBelly-Bauchpinselmaschinen-Service"
der Künstlerinen Käthe Wenzel und Lisa Glauer wieder da angekommen,
wo die Idee ihren Ausgang nahm. Im Kunshaus Kloster Gravenhorst entstand
diese "Bauchpinsel-Maschine" in der Stipendiumsreihe KunstKommunikation
2007.Mit den Künstlerinnen und einem Team reiste das Gerät durch den Kreis
Steinfurt und bis nach Münster. Jeder, der wollte, konnte sich bauchpinseln
lassen. Die durchweg positiven reaktionen und Kommentare wurden mit der
Kamera in Ton und Bild aufgezeichnet. ____________________________________________________________________________________________ In:
Ibbenbürener Volkszeitung, 08. September 2007 Vom Bauchpinseln versteht das Team etwas,
das gestern Morgen mit der "Bauchpinselmaschine" auf dem Wochenmarkt in
Ibbenbüren unterwegs war. "Künstler müssen ständig bauchpinseln," sagen
die Berliner Künstlerinnen Käthe Wenzel und Lisa Glauer, die die Idee
für ihre Maschine hatten und diese auch konstruierten. "Jellibelly" heißt
das rote Gerät mit dem auf Knopfdruck rotierenden Rasierpinsel, das die
beiden Frauen entwickelten, die ein Jahr Stipendiatinnen des Kresi-Stipendiums
KunstKommunikation im DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst sind. Und Jellibelly
weckt Emotionen. Freundliche zumeist, denn die Menschen, die gestern von
dem Bauchpinsel-Team angesprochen wurden, reagierten zunächst amüsiert,
manche ein wenig verunsichert, als vermuteten sie die "versteckte Kamera"
hinter der nächsten Ecke. ____________________________________________________________________________________________ In:
Westfälische Nachrichten, 10. September 2007 Eine stationäre "Bauchpinselmaschine", gebaut
von den beiden Künstlerinnen Käthe Wenzel und Lisa Glauer, steht seit
Sonntag im Foyer des Kunsthauses Kloster Gravenhorst. Kunsthaus-Leiterin
Gerd Andersen ließ es sich nach der offiziellen Enthüllung der Maschine
nicht nehmen, das bauchpinsel-Gefühl am eigenen leib zu erleben: "Das
tut uns allen gut." Ganz ohne "Bauchpinselei", so freute sie sich, sei
es dem Kunsthaus gelunegn, ein überregionales Profil in der Kunstszene
zu entwickeln. So sei es jetzt gelungen, mit dem Konzept für die Projektstipendien
kunstKommunikation als eines von lediglich 22 bundesweit ausgewählten
innovativen Kunstprojekten zur Kunstmesse Ruhr "kunstquadrate" vom 2.
bis 4. November in die Zeche Zollverein eingeladen zu werden. ____________________________________________________________________________________________ In:
Westfälische Nachrichten, 04. September 2007 Eine Einladung zur "contemporary art ruhr"
in Essen am 3./4. November hat dem Kunsthaus Kloster Gravenhorst das Projektstipendium
KunstKommunikation eingebracht. Eines der Projekte ist die stationäre
"JelliBelly Bauchpinselmaschine" der Künstlerinnen Käthe Wenzel und Lisa
Glauer, die hier mit Kunst- hausleiterin gerd Andersen und dem stellvertretenden
Landrat Bernhard Hembrock zu sehen sind. ____________________________________________________________________________________________ In:
Münstersche Zeitung, 04. September 2007 Wurden Sie heute schon gebauchpinselt? Oder müssen Sie selbst bei anderen für Wohlbefinden sorgen, damit Sie endlich einen Job oder motivierte Mitarbeiter bekommen? Dann könnte für Sie JelliBelly, die Bauchpinselmaschine, hilfreich sein. Es gibt sie im DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst. Die alten Klostermauern, die mittlerweile dem Kreis Steinfurt gehören, beherbergen heute Gegenwartskunst. Dabei werden Bilder oder Skulpturen nicht nur ausgestellt, sondern es wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die Kunst Beziehung aufnimmt zum Ort und zu den Menschen. Kunsthaus DA - das steht für "Denken", sich auseinandersetzen und "Atelier" bedeutet Kunst herzustellen und damit zu experimentieren. Vier Stipendien werden vom DA jedes jahr an Künstlerinnen und Künstler vergeben. Die Vorgabe: kunst als kommunikation. Im Rahmen eines solchen Stipendiums entwickelten
die Künstlerinnen Käthe Wenzel und Lisa Glauer ihre Bauchpinselmaschine.
Einerseits reflektieren die beiden Berliner Künstlerinnen mit dem Bauchpinsel
ihre eigene Situation auf dem freien Kunstmarkt, wo sie Entscheidungsträger
der Kunstszene für sich gewinnen müssen. "Wir kamen in tiefsinnige Gespräche,
auch über uns selbst als Ausstellungsmacher hier im Kunstbetrieb," so
Gerd Andersen, die Leiterin ds Kunsthauses DA, die für das Kloster Gravenhorst
dieses kommunikative Kunstkonzept entwickelte. Mit dem Bauchpinsel gingen
die Künstlerinnen auch auf die Straße in Ibbenbüren und Hörstel, traten
in Kontakt mit den Menschen dort und boten ihnen an, sich mal so richtig
bauchpinseln zu lassen. Die Menschen reagierten wohlwollend und erstaunt.
Bei jedem Kunstprojekt werdn Menschen aus der Region mit aktiv. Im Falle
des Bauchpinsels waren das Ein-Euro-Jobber, die auf diese Weise eine Ausbildung
in Videoschnitt und Websitegestaltung machten. Bei anderen Kunstprojekten
wurden Schüler mit einbezogen. ____________________________________________________________________________________________ In:
Ibbenbürener Volkszeitung, 05. September 2007 "Wann wurden Sie das letzte Mal gebauchpinselt?"
Wer diese Frage hört und dabei einen roten Kasten mit Rasierpinsel sieht,
kann sicher sein: Hier ist Kunst am Werk und gleich wird es kitzelig.
Käthe Wenzel und Lisa Glauer hatten die Idee für "Jellibelly" - die Bauchpinselmaschine
im Handtaschenformat. Die Berliner Künstlerinnen überzeugten damit die
Jury im Kunsthaus Kloster Gravenhorst, erhielten ein Stipendium und machten
sich an die Arbeit. Wenzel und Glauer haben die ersten Prototypen in ihrem
Berliner Atelier gebaut, aus dem anuellen Vorläufer wurde ein voll motorisiertes
Modell. ____________________________________________________________________________________________ Elvira Meisel-Kämper in:
Münstersche Zeitung, 04. September 2007 Die Künstlerinnen Käthe Wenzel und Lisa Glauer werden ab Mittwoch mit ihren Helfern Christine Oehler und Klaus Steltenkamp Bäuche pinseln. Mit der "Jellibelly-Bauchpinselmaschine". Sie werden Menschen ansprechen und sie fragen, ob sie sich bauchpinseln lassen möchten. Dieser kommunikative Aspekt war grund genug, dass die Künstlerinnen dafür ein Projektstipendium des Kunsthauses kloster Gravenhorst in Hörstel erhalten haben. "Das Wort Bauchpinseln steht auf der
Liste der bedrohten Wörter," sagen die Künstlerinen. "Leute
unter 30 Jahren kennen diese Wort nicht mehr." was früher bauchpinseln
genannt wurde, heißt heute einschmeicheln oder - negativ formuliert
- "einschleimen". Während er Aktion wird der Proband in
Bild und Ton aufgezeichnet. Zusätzlich wird er in einem Fragebogen
befragt nach Aussehen und Qualität des Geräts, welches die Künstlerinnen
eigens dafür mit simplen Mitteln entwarfen. Die Ergebnisse fließen
in eine Webseite ein, die als virtuell nutzbares Gesamtkunstwerk zusammengestellt
wird. Die Bauchgefühle (Belly = Bauch) sind mehr als ein Stimmungsbarometer
der Region. ____________________________________________________________________________________________ In:
Ibbenbürene Anzeiger, 15. August 2007 Haben sie heute schon jemanden gebauchpinselt, oder sind Sie gebauchpinselt worden? Und was haben Sie dabei empfunden? Dieser eher symbolisch gemeinte Vorgang aus der Liste der aussterbenden Wörter soll demnächst ganz konkrete form annehmen. Die Künstlerinnen Lisa Glaer und Käthe Wenzel haben sich als Stipendiatinnen des Kunsthauses im Kloster Gravenhorst auf ihre Weise dem Thema genähert. Die beiden haben eine Bauchpinselmaschine konstruiert. Das etwa handtaschengroße Gerät wurde schonmal im Atelier des Kunsthauses DA Kloster Gravenhorst vorgeführt. Lisa Glauer: "Die Maschine besteht aus einem Holzgehäuse. Darin ist ein Ventilator mit Pinsel angebracht, der sich von links nach rechts und zurück bewegt. Der Pinsel ist austauschbar für hartes oder weiches Bauchpinseln, je nach Geschmack. Man kann diese Version herumtragen, sie ist batteriebetrieben. es wird aber auch eine Standversion geben, die mit Stecker und Münzeinwurf funktioniert!" Bauchpinseln gegen Geld? "Natürlich, wir nähern uns doch einer Service-Gesellschaft," sagt Käthe Wenzel. "Wir haben deshalb die Maschine entwickelt. Gerade, wenn man künstlerisch arbeitet wie wir, oder nur einen Gelegenheitsjob hat, ist man sehr stark auf Kontaktarbeit angewiesen, und Bauchpinseln ist ein Teil davon. Unsere Maschine ermöglicht das Bauchpinseln in gleichbleibender Qualität." Natürlich soll man das Ganze wie einen riesengroßen Spaßmit ernstem Hintergrund begreifen, wenn die beiden Frauen mit ihrer "ironisch-witzigen Behandlung" durch die Orte ziehen und dabei die Testpersonen zu spontanen Äußerungen provozieren, immerhin gehen sie ihren Gegenübern doch ziemlich dich auf den Pelz. und irgendwann beginnt auch das Nachdenken - über das Wort, den Vorgang, negative oder angenehme Assoziationen. Für ihren ganz besonderen Service haben sie sogar eine eigene Seite ins Internet egstellt - www.jellibelly.net - wo man ihre Dienste bestellen kann - für den Einsatz beim Chef vielleicht, beim künftigen Auftraggeber? Ein Probelauf vor einer Eisdiele in Hörstel, gefilmt und technisch begleitet von den Brücken-Jobbern Christine Oehler und Klaus Steltenkamp, verlief schonmal ganz vielversprechend. Vom 1. bis 9. September werden die jungen
Frauen und die Brückenjobber als Bauchpinselteam im kreis Steinfurt
unterwegs sein. (...) Noch keine Antwort bekamen die Künstlerinnen
auf ihre Anfrage aus der Kresissparkasse in Ibbenbüren und dem klinikum.
Dort wollen sie Personal und Besuchern an den Bauch. ____________________________________________________________________________________________ Elvira Meisel-Kämper in:
Münstersche Zeitung, 13. August 2007
Der "Jellibelly-Bauchpinselmaschinen-Service" der Künstlerinnen Käthe Wenzel und Lisa Glauer geht auf Reisen (wir berichteten). Vom 1. bis 11. September sind die Künstlerinnen im Kreis unterwegs. "Sie bauchpinseln Passanten, Personen aus Politik und Öffentlichkeit, Menschen bei der Arbeit und auf Jobsuche", heißt es in der Ankündigung der Kunstaktion, die eines der Projektstipendien "KunstKommunikation 2007" ist. Am Samstag, 1. September wird im Kunsthaus
der Projektraum mit Videopräsentationen und Modellen der Bauchpinselmaschine
der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. am Mittwoch, 5. September,
steht das Team ab 10Uhr auf dem markt in Ibbenbüren. Zielgruppe sind
Passanten, Kunden, Marktbeschicker. Am selben Tag um 16 Uhr besucht das
Team den Kreisausschuss in Steinfurt. Am Donnerstag, 6. September, stehen
sie ab 10 Uhr auf dem Markt in Hörstel. Gebauchpinselt werden auch
dort wieder Passanten, Kunden, Marktbeschicker. Am Samstag, 8. September,
stehen sie am Wewerka-Pavillon in Münster am Aasee um Spaziergänger,
Hundehalter und Kunstinteressierte anzusprechen. Am Sonntag, 21. oktober
wird mit der Eröffnung der Ausstellung "Kunst in unserer Region"
die stationäre Bauchpinselmaschine im Kunsthaus eingeweiht. Sie reagiert
nur auf Münzeinwurf und arbeitet ganz ohne das Team. ____________________________________________________________________________________________ Elvira Meisel-Kämper in:
Münstersche Zeitung, 11. August 2007
Die Realisierung des dritten projektstipendiums KunstKommunikation, welches das Kunsthaus Kloster Gravenhorst 2007 vergibt, steht bevor. Nach der Entwicklung der Bauchpinselmaschine "Jellibelly" durch die Künstlerinnen Käthe Wenzel und Lisa Glauer können die Damen jetzt endlich damit auf Reisen gehen. Bauchpnselei ist ein freundlicheres Wort für "Einschleimen", erklärte die Kuratorin Gerd Andersen das Projekt. Jeder mache dies, umetwas zu erreichen. Die Kuratorin, um das Projekt zu ermöglichen, die Künstlerinnen, um in der Kunstwelt anerkannt zu werden sowie jeder Otto-Normalbürger. Manchmal überspannt man auch den Bogen, räumten die Akteure ein. Die Bauchpinselmaschine mache das sicht- und fühlbar, was normalerweise nur mental und sprachlich abläuft. Als vierköpfiges "Bauchpinselmaschinen-Service-Team" gehen die künstler damit jetzt in der Region auf Reisen. Man könne schließlich nicht alles
gleichzeitig machen. Der "Service" wird Leuten auf der Straße
angeboten, ihre Reaktionen gefilmt in ton und Bild. Wer dann noch möchte,
kann einen Fragebogen ausfüllen, der dann ausgewertet wird. Die Erstellung
einer Webseite ist das Ziel. Termine werden noch bekannt gegeben. ____________________________________________________________________________________________ Achim Giersberg in: Münstersche
Volkszeitung, 11. August 2007 Sie ist das Gegenteil zur Axt im Walde: "Wohlbefinden und Selbstwertgefühl" soll ihre Bauchpinselma-schine erzeugen, hoffen die beiden Künstlerinnen Käthe Wenzel und Lisa Glauer. Drei Maschinen haben die beiden Stipendiatinnen das Kunstklosters Gravenhorst schon fertig, weitere sollen folgen, darunter auch ein stationäres Modell mit Münzeinwurf. Die Technik ist simpel. ein 12-Volt-Ventilatormotor bewegt einen Pinsel, der in etwa einem Rasierpinsel ähnelt, in vertikaler und horizontaler Richtung. Durch Hemd und Pul-lover spürt man das Pinseln nicht wirklich - besser sei deshalb ein entblößter Bauch, meint Käthe Wenzel. Aber das müsse der jeweils bauchgepinselte selbst entscheiden. So oder so werde Distanz überwunden und eine Grenze überschritten, aus einer anfangs eher peinlichen Situation entstünden schnell "interes-sante Gespräche". Zusammen mit ihren beiden HelfernChristine Oehler und Klaus Steltenkamp - "Brückenjobber", die der Kreis für Durchführung und Aufarbeitung des Projekts zur Verfügung stellt - haben die beiden Künstlerinnen bereits einen Probelauf vor der Eisdiele in Hörstel absolviert, mit meist positiven Reaktionen, wie sie sa-gen. So richtig losgehen soll es aber erst vom 1. bis 11. September. Dann wird das Quartett Passanten auf dem Ibbenbürener Markt ebenso bauchpinseln wie Kunden der Kreissparkasse oder die Mitglieder des Kreis-ausschusses bei ihrer nächsten Sitzung in Steinfurt. Die Reaktionen werden mit Kamera und Mikro-fon festgehalten und später zu einer Video-Installation verarbeitet, die im Kunstkloster zu sehen ist. "Bauchpinseln" stehe auf der Liste der bedrohten Wörter, erklären die Künstlerinnen. Nicht vom Aussterben bedroht sei jedoch die gemeinte Verhaltensweise: Irgendwo zwischen "schleimen" und "für etwas werben" oder "überzeugen wollen" stehe der Ausdruck. Jobsuche, Auftragsbeschaffung, kundenpflege: Das seien typische Einsatzfelder. Bisher werde stets in individueller Kleinarbeit gebauchpinselt; ihre Maschine mache das nun vollautomatisch und in gleich bleibender Qualität, erklären die beiden augenzwinkernd. "Ein launisches Zeitdokument über
den Alltag in der Provinz," erwartet die Jury, die das Projekt für
stipen-diumswürdig hielt. Stimmungs- und Meinungsbilder würden
aus den Menschen regelrecht "herausgekitzelt". Dass dem so ist,
davon sind Künstlerinnen und Helfer ebenso überzeugt wie Gerd
Andersen, stellvertre-tende Leiterin des Kunsthauses. Mit Ironie und Witz
und ohne platten "Zeigefinger" werde hier eine kriti-sche Auseinandersetzung
mit dem Zeitgeist geführt, attestiert sie - oder sollte man besser
sagen: bauch-pinselt? - sie den Künstlerinnen. ____________________________________________________________________________________________ In: Münstersche Zeitung,
24. Februar 2007 Lachend stehen Veronika Teigeler, Bernhard
Hembrock und Gerd Andersen vor dem wohl witzigsten Projektentwurf von
Käthe Wenzel und Lisa Glauer im Kunsthaus Kloster Gravenhorst und reiben
sich die Bäuche. Kein Hungergefühl und kein Karnevalsgeck treibt sie am
Karnevalssonntag zu dieser humorvollen Kommentierung, sondern allein die
Vorfreude auf die"Bauchpinselmaschine" der Berliner Künstlerinnen Käthe
Wenzel und Lisa Glauer. Ihr Vorschlag ist einer von insgesamt vier Kunstprojekten,
die im Rahmen der Projektstipendien KunstKommunikation 2007 im Laufe des
Jahres in Gravenhorst realisiert werden. ____________________________________________________________________________________________ Elvira Meisel-Kämper
in: Ibbenbürener Rundschau, 20. Februar 2007 Die neue Ausstellung im Kunsthaus kloster
Gravenhorst zeigt die vier Projekte, die in diesem Jahr im Rahmen des
Stipendiums KunstKommunikation verwirklicht werden. Darüber hinaus zeigt
sie weitere Bewerbungen, di in die engere Wahl gekommen sind. Noch sind
sie in der Planungsphase. Bislang erläutern nur text- und fotolastige
Schautafeln jedes der eingereichten Werke. Das Interesse steigt jedoch,
je intensiver man die Tafeln studiert. ____________________________________________________________________________________________ In: Münstersche Zeitung,
16. Februar 2007 Kreis Steinfurt/Hörstel.
Die Würfel sind gefallen: Vier Stipendiaten sind bestimmt, deren
Projekte ____________________________________________________________________________________________ In: Westfälische Nachrichten,
16. Februar 2007 Kreis Steinfurt/Hörstel.
Die Würfel sind gefallen: Vier Stipendiaten sind bestimmt, deren Projekte
in diesem Jahr im Rahmen des Kreis-Stipendiums KunstKommunikation des
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst in Hörstel umgesetzt werden. Sie konnten
ihre Ideen im Wettbewerb mit fast 50 Künstlerkollegen durchsetzen. Die
Jury-Mitglieder hatten es wahrlich nicht leicht, denn alle beteiligten
Künstler hatten ihr Bestes gegeben, um die besonderen Anforderungen dieses
Stipendiums zu erfüllen: Kunst in den öffentlichen Raum holen, Kunstinteressierte
jeden Alters beteiligen, Kommunikation über Kunst anregen, Kunst als Prozess
vermitteln. ____________________________________________________________________________________________ In: 20. Februar 2007
Gravenhorst/Kreis Steinfurt.
da dürfen sich die Kreistags-Abgeordneten schonmal freuen: Auch sie sollen
in den Genuss von Käthe Wenzels und Lisa Glauers Bauchpinselmaschine kommen.
Dass die Maschine funktioniert, davon konte sich die jury für die Vergabe
der diesjährigen Kunst-Stipendien für das Kunsthaus kloster Gravenhorst
selbst überzeugen. Eigentlich, so erzählt es der stellv. Landrat Bernhard
hembrock, sei das Projekt schon abgelehnt gewesen, nach einer Anwendung
bei einigen Jury-Mitgliedern dann aber wieder auf die Liste gerutscht.
Die Berliner Künstlerinnen versprechen sich von ihrer Maschine, dass sie
die Menschen locker macht, aus ihnen "Stimmungs- und Meinungsbilder zur
Lage der Nation" herauskitzelt. ____________________________________________________________________________________________ In: 20. Februar 2007
Gesellschaftskritik und kommunikative
Elemente verbinden sich nach Ansicht der jury in diesem Projekt zu einem
"spektakulär-subversiven regionalen Feldforschungsprojekt, das im Kontext
von kunst, Gesellschaft und politik angesiedelt ist". Käthe Wenzel und
lisa Glauer (Berlin) erreichen solches mit ihrer Bauchpinselmaschine,
einer Vorrichtung, die den sprichwörtlichen Akt des Bauchpinselns wörtlich
nimmt. mit dieser "ironisch-witzigen Prozedur" soll es gelingen, Statements
zu Gott und der Welt im wahrsten sinne des Wortes herauszukitzeln. ____________________________________________________________________________________________ In: 20. Februar 2007
Vorhang auf für das nächste
Spektakel: Ausgefallen, schräg und gerne auch etwas verrückt darf es diesmal
sein, Hauptsache unterhaltsam. Die ersten drei Kunststipendien im vergangenen
Jahr haben schon einen Maßstab gesetzt: Viele Schaueffekte, viel Mitmachpotential,
viel Lokalbezug, viel Freiraum für interpretationen zeichneten sie aus.
So scheint es weiterzugehen. ____________________________________________________________________________________________ Der hohe performative Anteil
der gesellschaftskritischen Kunstaktion Greifbar von Lisa Glauer und Käthe
Wenzel verbindet sich mit kommunikativen Elementen zu einem spektakulär-subversiven
regionalen Feldforschungsprojekt, das im Kontext von Kunst, Gesellschaft
und Politik angesiedelt ist.
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